Übungen zur Kommasetzung - beliebte Vorbereitung auf den Einstellungstest


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Die Kommasetzung ist eines der Hauptprobleme in der Rechtschreibung. Viele Menschen setzen Kommas nach Gefühl, was oft in der falschen Anwendung der Regeln resultiert. Dabei geht es nicht nur allein um die Tatsache, dass falsche Kommas in der Schule oder im beruflichen Alltag oft als schlechter Stil angesehen werden. Das richtige Anwenden der Regeln ist aus Verständnisgründen von großer Wichtigkeit. Mitunter kann ein falsches Komma den Inhalt eines Satzes verändern beziehungsweise verfälschen.

Die klassische Aufzählung

Dass bei einer Aufzählung in der deutschen Sprache Kommata gesetzt werden sollten, dürfte für viele Menschen die einfachste der Regeln sein. Aufzählungen können sowohl einfache Wörter, Wortgruppen oder auch ganze Hauptsätze sein. Gerade, wenn Sätze sich zu einem Komplex zusammenfassen lassen, ist es oft sinnvoller, einfach ein Komma zu setzen. Ein gutes Beispiel wäre der Satz "Er kam die Treppe hinauf, griff nach seinem Autoschlüssel und verließ das Haus". Ebenfalls durch Kommata getrennt werden Satzteile, die mit bestimmten Konjunktionen verbunden sind. Bei Konjunktionen handelt es sich um Wörter wie sondern, einerseits/andererseits, zum einen/zum anderen oder zwar/aber. Bei dem Satz "Sie ging nicht nach links, sondern nach rechts" muss also ein Komma gesetzt werden. Wie so oft gibt es hier natürlich wieder Ausnahmen. So fallen bei Konjunktionen wie und, oder, sowie, sowohl als auch, entweder oder und weder noch die Kommata in der Regel weg.

Der erweiterte Infinitiv

Ein weiteres Thema von großer Wichtigkeit in der Kommasetzung ist der erweiterte Infinitiv. Hierbei handelt es sich um die Kombination eines Wortes mit zu. In der alten deutschen Rechtschreibung wurde in solchen Fällen grundsätzlich ein Komma gesetzt. Ein klassisches Beispiel ist der Satz "Er versprach, ihr zu helfen". Nach der neuen Rechtschreibung ist das Komma nicht mehr Pflicht, insofern der Satz dadurch nicht verfälscht wird. Man kann also auch "Er versprach ihr zu helfen" schreiben. Zur Pflicht wird das Komma, wenn die Wortgruppe im Infinitiv mit einem der Wörter um, ohne, statt, anstatt, außer oder als beginnt. Bei Sätzen wie "Sie fuhr früh los, um ihm später zu helfen" muss also immer ein Komma stehen.

Appositionen und adverbiale Nebensätze

Häufige Fehler in der Kommasetzung treten auch bei sogenannten Appositionen auf. Hierbei handelt es sich um Nachstellungen. Sätze wie "Peter Schmidt, Geschäftsführer bei der Company AG, betrat den Raum", müssen also ein Komma haben. Gleiches gilt für abgetrennte Nebensätze. Nebensätze werden üblicherweise durch eine der schon angesprochenen Konjunktionen angezeigt. Eine Besonderheit ist dabei der sogenannte adverbiale Nebensatz. Dieser wird auch als Vergleichssatz bezeichnet. In der Regel muss der adverbiale Nebensatz, wie beispielsweise bei "Er fuhr so lange mit dem Auto, wie er wollte", durch ein Komma getrennt werden. Ist der Vergleich jedoch kein richtiger Nebensatz, entfällt die Kommasetzung. Bei "Er sah genauso alt aus wie früher" muss man also kein Komma setzen.

Regeln durch Übungen vertiefen

Trotz der Wichtigkeit von Kommata haben viele Menschen nach wie vor Probleme. Mit der Hilfe von Übungen lässt sich eine korrekte Kommasetzung jedoch durchaus trainieren. Durch die Übungen bekommt man ein Gefühl für die richtige Anwendung und erkennt zudem die entsprechenden Regeln.

Erklärungsvideo

In unserem Erklärungsvideo zeigen wir euch, Schritt-für-Schritt, wie diese Art von Aufgaben im Einstellungstest zu lösen sind:



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